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Sarajevo - Jugendbegegnung

Sarajevo -  Jugendbegegnung
Sarajevo -  Jugendbegegnung

Die KFJ war vom 6.-13. Oktober zusammen mit sieben Jugendlichen im Rahmen der Bistumspartnerschaft in Sarajevo zur Jugendbegegnung mit dem dortigen Jugendhaus Ivan Pavao II.

Samstag, 13. Oktober 2018

Abschied nehmen, dass heißt auch Dankeschön sagen: Dankeschön sagen für...

...viele Erlebnisse und Erfahrungen

...viele Momente der Begegnung mit Fremden, die zu Freunden wurden

...die unglaublich große Gastfreundschaft, die uns überall entgegengebracht wurde

...die Organisation und Planung vor Ort

...und vieles andere mehr!

Nach einer tollen Woche ist die Gruppe wieder zurück nach Deutschland geflogen und kam am späten Abend wieder zurück!

Danke für alles!!

Bilder unter www.instagram.com/kfjwwrl/

Freitag, 12. Oktober 2018

Nach einem gemeinsamen Start in den Tag mit der Feier der Heiligen Messe und Frühstück war der Vormittag sehr entspannt. Ein Teil der Gruppe nutzte die Sporthalle, um sich so richtig auszutoben und ein Teil nutzte die Zeit, um auch etwas Schlaf nachzuholen. Nach dem Mittagessen ist die Gruppe in die Stadt aufgebrochen. Ein Teil nutzte die Zeit zum Souveniershoppen, ein Teil ging in das historische Rathaus und ein Teil noch einmal in das Childhood of War Museum. Schließlich stürmte die gesamte Gruppe den Teeladen "Franz und Sophie" hinter der Kathedrale, um dort noch das ein oder andere Souvenier zum trinken zu kaufen - sehr beliebt war natürlich der Tee Serbe. Der Besitzer fragte sich dann auch irgendwann, was denn so besonderes an dem Tee sei, weil er diese Absatzmenge aus dem normalen Tagesgeschäft nicht kenne. Wir durften uns dort auch einmal quer durch das gesamte Teesortiment probieren. Vom Teeladen ging es dann in die Altstadt und zum Abendessen. Noch einmal Cevapi essen und einen Jogurt dazu. Mit vollen Bäuchen ging es dann auf zu einem Abendspaziergang durch Sarajevo. Von einem Aussichtspunkt überhalb der Stadt hatten wir einen unglaublichen Blick auf das vor uns liegende Sarajevo. Zahlreiche Erinnerungsfotos später brachen wir auf in Richtung des City-Pubs, in dem wir den Abend bei Live-Musik und landestypischen Getränken ausklingen ließen. Mitten in der Nacht - im wahrsten Sinne des Wortes - kamen wir dann zurück ins Jugendzentrum und todmüde in die Betten.

Bilder unter www.instagram.com/kfjwwrl/

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Heute stand ein Tagesausflug nach Fojnica auf dem Plan. In Fojnica fand der Tag des Brotes statt. Hier hat die Gruppe einen Stand gehabt, an dem sie Plätzchen und Kuchen ausgaben. Kinder- und Jugendgruppen tanzten zu traditioneller Musik traditionelle Tänze. Danach ging es in das Franzikanerkloster mit seinem Museum. Mitten im Wald von Dezevice aß die Gruppe schließlich zu Mittag und begab sich dann mit dem dortigen Pfarrer auf den Jakobsweg bis hin zu einer Höhle, in der der Heilige Jakobus gelebt haben soll.  Nach einem langen Tag unterwegs kam die Gruppe pünktlich zum Abendessen wieder im Jugendzentrum an.

Bilder unter www.instagram.com/kfjwwrl/

Mttwoch, 10. Oktober 2018

Heute morgen sind wir mit einem gemeinsamen Gottesdienst und einem reichhaltigen Frühstück in den Tag gestartet. Danach hatten wir die Möglichkeit uns in drei Kleingruppen drei unterschiedliche Museen anzuschauen: Den Tunel Spasa, das Childhood of War und die Screbrenica Exhibition Erinnerungsausstellung.

ZweiTeilnehmer besuchten den Tunel Spasa. Er wurde 1993 erbaut, um die Versorgung unterhalb des von der UN belagerten Flughafens zu einzurichten. Zunächst konnten wir uns die Belagerungspläne anschauen und dann einen Film, in dem mit Echtbildern die Situation auf bosnischer und auf serbischer Seiten gezeigt wurden. Danach ging es dann in den noch 25 m langen erhaltenen Tunnel. Er ist lediglich 1,60m hoch und einen Meter breit und war zu Kriegszeiten 800 m lang und führte unter dem Flughafengelände lang. Er wurde genutzt, um zum einen Güter, aber auch Tiere und Menschen von der einen Seite zur anderen Seite der Stadt zu bringen. Das Museum, das angegliedert war und viele Stücke aus der Nutzungszeiten zeigte, regte sehr zum Nachdenken an und hinterließ einen Eindruck bei den Teilnehmern.

Das Childhood of War Museum war für die zwei Teilnehmer, die es besuchten, sehr imonierend und berührend und man hat sich jeden einzelnen Text durchgelesen, obwohl die Texte zum Teil in der jeweiligen Muttersprache verfasst waren. Es war bewegend zu sehen, welche Strapazen die Kinder allein schon für die Bildung auf sich nehmen mussten. Zugleich war es traurig, wenn sie ihre Freunde und Geschwister im Krieg verloren haben. Das Museum hinterließ trotz allem aber positive Bilder, zum Beispiel von Mutterliebe oder Karrieren, die trotz der Gewalt geebnet wurden.

In der Ausstellung zu den Massakern von Screbrenica waren drei Teilnehmer. Durch Fotografien des Künstlers Tarek Samarah wurde die Grausamkeit sehr greifbar und die Teilnehmer waren sehr berührt. Mit gemischten Gefühlen verließen sie die Ausstellung. Es waren sehr persönliche Geschichten, die die Teilnehmer mitgenommen haben. Es gab einerseit Poträts von Verstorbenen, als auch von Hinterbliebenen und Fotos in schwarz/weiß von den Ausgrabungen der Massengräber, die zum Teil sehr gefährlich waren, weil es um die Gräber viele Mienen gab.

Nach den Ausstellungen trafen sich alle Jugendliche an der Kathedrale von Sarajevo, um diese noch zu besichten. Die Freiwilligen, die die Gruppe heute betreut hat, haben sich in den letzten Tagen und Wochen eine Stadtralley ausgedacht haben. In einer Stunde mussten die Jugendlichen Süßigkeiten kaufen, fünf Rosen in der Stadt finden ebenso wie sieben Minarette. Sie mussten auf deutsch in Konversation treten und ein lustiges Foto mit Nikola Tesla machen. Außerdem musste ein Beweisselfie an der Lateinerbrücke gemacht werden. Nach der Ralley fuhr die Gruppe dann mit der Seilbahn auf den Trebevic hoch, einem der höchsten Berge Sarajevos. Oben angekommen hatten die Teilnehmer einen unglaublichen Blick auf die Stadt. Nach einem gemeinsamen Tagesabschluss machte sich die Gruppe wieder auf den Rückweg ins Jugendzentrum.

Bilder unter www.instagram.com/kfjwwrl/

Dienstag, 9. Oktober 2018

Der Murizin hatte heute morgen noch nicht gerufen, als wir das Jugendzentrum in aller Herrgottsfrühe verließen, um uns auf den Weg nach Mostar zu machen. Es gibt hier nur jeweils eine Verbindung am Tag und der Zug hin fährt dann schon um 7.07 Uhr in der früh. Einige nutzten die Fahrt, um den verpassten Schlaf nachzuholen und andere nutzten die 2,5 Stunden, um einfach die Landschaft zu genießen und/ oder andere beim Schlafen zu dokumentieren. In Mostar angekommen, wurden wir sehr herzlich empfangen und trafen den dortigen Pastor, der uns zunächst seine Kirche zeigte und uns dann in einwandfreiem Deutsch (er studierte in Deutschland) die Stadt ein wenig zu zeigen und uns zum krönenden Abschluss noch nach Medjegorje zu fahren, weil er meinte, dass wir nicht fahren könnten, ohne diesen Ort auch gesehen zu haben. So brachte er uns über den alten Dom, zur neuen Kathedrale und von dort aus zu Franziskanerkloster von Mostar. Dieses Kloster besitzt einen großen Turm, wo er uns dazu einlud diesen auch zu besteigen, um von oben einen unglaublichen Blick auf die gesamte Stadt zuhaben dank einem Rundum-Panorama-Blick. Von ganz oben ging es dann noch nach ganz unten in die Krypta der Kirche des Klosters, welche gerade in den Endzügen des Wiederaufbaus nach dem Krieg und ihrer vollständigen Zerstörung steht. Der Krieg prägt hier das ganze Stadtbild. Als nächstes Wahrzeichen zeigte er uns die neue Alte Brücke und die Altstadt. Mit einem Kleinbus und einem PKW brachte er uns schließlich mit einem kurzen Umweg über einen der Berggipfel um Mostar dann nach Medjegorje, wo er uns auch alles wichtige zeigte. Wir aßen dann schließlich noch Pizza mit ihm - standesgemäß wie in Bosnien-Herzegowina üblich serviert mit Ketchup und Majo. Nach einem tollen Tag machten wir uns dann mit dem Zug wieder auf den Weg zurück ins Jugendzentrum, wo wir noch gemeinsam zu Abend gegessen und den Abend gemütlich ausklingen lassen haben.

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Montag, 8. Oktober 2018

Heute morgen wurde ein Teil von uns ganz ungewohnt vom Murizin der benachbarten Moschee geweckt, die erste Nacht im Jugendzentrum war also vorbei. Nach einer Messe mit Simo Masic, dem Hausleiter, und einem ausgewogenen Frühstück ging es los - eine für uns vollkommen fremde und neue Stadt mit ihrer Kultur und ihrem Sein zu entdecken. Unser erster Weg führte uns in die Moschee in der Altstadt Sarajevos, hinein in den orientalischen Teil der Stadt. Das für uns "bekannte" Europa hinter uns lassen und eintauchen in eine völlig andere Welt! Ein junger Imam nahm sich die Zeit und erklärte und zeigte uns sehr viel in der Moschee selbst aber auch auf dem Gelände. Das Wasser, das dort in einem Brunnen entspringt, soll man einem Brauch nach trinken. Dann soll es einen auf jeden Fall noch einmal nach Sarajevo führen. Mal sehen, wohin uns unser Weg noch führt, vielleicht ja jetzt auch noch einmal nach Sarajevo! Nach dem Kennenlernen des Islams wendeten wir unseren Weg als nächstes in Richtung einer Synagoge. Auch hier wurden wir herzlich empfangen und man zeigte uns die Einrichtung und brachte uns das Judentum ein wenig näher. Als freiwillige Option stand dann noch die orthodoxe Kirche als Besichtigungspunkt offen. Viele von uns nahmen das Angebot an und durften dann noch in die Welt der orthodoxen Christen eintauchen. Danach waren wir aber alle an dem Punkt, dass die Bäuche gefüllt werden mussten - also wieder die Qual der Wahl: Dieses Mal zwischen gefüllter Pita und Cevapi. Gesättigt und mit neuer Energie besuchte die Gruppe am Nachmittag dann ein typisch bosnisches Teehaus, in dem die landestypischen Getränke Salep (schmeckt und riecht wie Milchreis ohne Reis) und Sirbe (ein Teegetränk aus Orchideen mit Zimt, Anis und Nelken verfeinert) probiert und geliebt wurden. Nach einem Abstecher am Taubenbrunnen, der Schmuckstraße, dem ewigen Feuer und einem Kriegsdenkmal ging es zurück ins Jugendzentrum. Nach einem wieder sehr üppigen und sehr leckeren Abendessen feierten und gedachten wir dann der Bistumspartnerschaft zwischen Limburg und Sarajevo. 25 Jahre Bistumspartnerschaft bedeuten nämlich auch die nunmehr elfte Jugendbegegnung! Auf viele weitere Begegnungen zwischen den Jugendlichen in beiden Bistümern!!

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Sonntag, 07. Oktober 2018

Unser Tag begann mit einer Gemeindemesse in der Seminarkirche des Erzbistums Sarajevo in Travnik - die erste Heilige Messe in einer völlig unbekannten Sprache und man versteht doch irgendwie worum es gerade geht. Danach durften wir uns an einem reichhaltigen Frühstück mit allerlei Dingen von Brot über Wurst, Käse, herzhaften sowie süßen Aufstrichen bis hin zu frischen Spiegeleiern bedienen, bevor uns die KSC, die katholische Schule sowie die Stadt Travnik mit Bildern und Texten in einer Präsentation vorgestellt wurden. Zu dieser Runde kamen dann auch drei Schülerinnen hinzu. Gemeinsam mit ihnen erkundeten wir dann die Plätze, die uns bereits vorab vorgestellt wurden dann zu Fuß. Von der KSC ging es dann zur Quelle eines Flusse und über die Alte Stadt, einer Festung, die über Travnik "herrscht", wieder zurück in die KSC, wo wieder sehr gut und sehr massig für unser leibliches Wohl gesorgt wurde. Dann hieß es Abschied nehmen und Danke sagen für eine überaus großzügige Gastfreundschaft und dann ab in den Bus und ab Richtung Sarajevo. Doch unterwegs legten wir noch eine kleine Pause ein im Kloster der "Dienerinnen des Jesuskindes", ein Orden, der sogar unweit vom Tegernsee ein Schwesternkloster hat. Eine junge Nonne zeigte uns das Haus und die überaus reizvoll alte Kapelle mit ihren tollen Fensten. Nach einer Stärkung mit warmen Getränken bei nicht all zu gutem Wetter zeigte sie uns noch die Kirche, in der sie einen Teil ihrer Arbeit verrichten und mit ihren helfenden Händen den dortigen Priester unterstützen. Aber auch hier hieß es dann nach einem Gruppenfoto um den Ordensgründer wieder Abschiednehmen und damit auch der endgültige Aufbruch in Richtung des Jugendzentrums in Sarajevo, das wir dann gegen 18.00 Uhr erreichten. Nach einem wieder sehr leckeren Abendessen ließen wir den Abend gemütlich ausklingen!

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Samstag, 06. Oktober 2018

Die Teilnehmer haben sich um 10.30 Uhr auf dem Parkplatz der KFJ getroffen und wurden mit dem Bus an den Flughafen Köln/Bonn gebracht. Mit einer halben Stunde Verspätung hob der Flieger um 15.10 Uhr endlich ab in Richtung Sarajevo. Am Flughafen wurden wir sehr herzlich von einer Abordnung des Jugendhauses Johannes Paul II. mit einem großen Plakat empfangen und mit einem Bus nach Travnik gefahren. Dort waren wir in den Räumlichkeit der Katholischen Schule und des Priesterseminars der Erzdiözese Sarajevo untergebracht. Nach einem reichhaltigen Dinner entdeckten wir zusammen mit unseren bosnischen Freunden Travnik bei Nacht. Ganz standardgemäß fielen wir mit unserer Gruppe in eine landestypische Kneipe ein, wo wir den Abend bei guten Getränken ausklingen ließen.

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